FAQ

Auf eine Frage gibt es viele Antworten…und meistens auch noch viele Verschiedene!

Um Einsteigern und vielleicht auch Haltern eine helfende Hand zu reichen habe ich diese FAQs zusammengeschrieben.
Das es leider meist verschiedene Ansichten zu einem Thema gibt werde ich versuchen die wichtigsten abzubilden, diese zu Vergleichen und die am Ende
schlüssigste hervorzuheben.

So sollte es gelingen einen guten Mittelweg zu finden – Eure CPOs werden es Euch danken.

Inhalt:

1.1 Name

2.2 Becken
2.3 Filter
2.4 Futter

Der Name – Cambarellus patzcuarensis sp. Orange (CPO):
Die Bezeichnung Cambarellus bekommt der Krebs von seinen Vorfahren, da er dieser Famile
von Krebsen angehört. Das “patzcuarensis” verdankt er seiner Herkunft,
dem Lago de Pátzcuaro in Mexiko. Der Zusatz sp. (steht übrigens für “species”) Orange entstand durch eine Mutation in der
Urfrom, cambarellus patzcuarensis, bei dessen Zucht orange Exemplare auftauchten. In deutschsprachigen Ländern kennt man den CPO
auch als Orangen Zwergflusskrebs.

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Die Nominatform des CPO, cambarellus patzcuarensis, kommt nur im Pátzcuaro in Mexiko und dessen
Anschlussgewässern vor. Der See liegt im Bundesstaat Michoacán in Mexiko, 62 km östlich
der Stadt Morelia. Die Uferlinie erstreckt sich über 55km und es befinden sich 5 größere und
kleinere Inseln in ihm.

Interessant sind die Wasserwerte, welche für die Haltung unserer Orangen Zwergflusskrebse eine gewisse Rolle spielen.
Der See hat einen ziemlich konstanten pH Wert von 9, was bereits im alkalischen Bereich liegt.
Die Härte liegt zwischen 12,5°dGH – 18°dGH und die Temperaturen liegen zwischen 15-25°.
Der Pátzcuarosee ist ein Kratersee und liegt in über 2000 m Höhe.

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CPOs werden in der Regel 4-5cm groß, Weibchen größer als Männchen. Man unterscheidet zwischen den Formen “gestreift” und “marmoriert”, auch der orange-Ton kann in verschiedenen Intensitäten auftreten. Eine Einteilung in Grade, wie z.B. bei den RedBees, existiert nicht.
Bei guter Haltung erreichen die Tiere ein Alter von bis zu 18 Monaten.

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Das Verhalten des Orangen Zwergflusskrebses ist leicht geschlechtsabhängig. Die Weibchen sind weniger aggressiv
und wie ich beobachten konnte auch meist ein wenig zurückhaltender, was sich während der
Tragzeit allerdings ändern kann. Die Männchen streifen viel durch Ihr Revier und
suchen auch gerne mal Streit mit Artgenossen. Infos zum Verhalten in Bezug auf andere Arten im Aquarium bitte
unter Vergesellschaftung nachschauen. Außerdem sind CPOs Charaktertiere,
das Verhalten kann sich von Tier zu Tier unterscheiden und dies sollte auch in der Haltung berücksichtigt werden.

Die Meisten sind sich darüber einig, dass der CPO eine eher aggressivere Krebsart ist. Männchen sind aggressiver als Weibchen.

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Bei den Wasserwerten wird es immer viele verschiedene Meinungen geben und auch viele verschiedene Möglichkeiten
um Erfolg zu haben. Um einen guten Überblick darüber zu bekommen was möglichst ist habe ich ein paar bekannte
Werte hier notiert und am Ende zusammengefasst. Grundätzlich weiß man, das die Tiere auf Grund ihrer Herkunft
einen leicht alkalischen pH-Wert bevorzugen und die Gesamthärte ausreichen sollte, damit die Tiere in der Lage sind die benötigten
Kalkeinlagerungen für den Häutungsprozess aus dem Wasser zu ziehen. Außerdem konnte beobachtet werden das ein
kH Wert von 2° und/oder geringer zum Verenden der Tiere führt.

Temperatur: 10-25°
Härte: ab gH 6
pH-Wert: 6,5-9
Quelle: wirbellose.de

Temperatur: 15-25°
Härte: gH 6-30
pH-Wert: 9
Quelle: wikipedia.de

Temperatur: 15-25°
Härte: gH 12,5 – 18
pH-Wert: 7,5-9
Quelle: Krebse im Aquarium

Temperatur: 20-24°
Härte: kH 10
pH-Wert: 8
Quelle: cambarellus.com
Temperatur: 22-24°
Härte: gH 16 / kH 5-6
pH-Wert: 7,5
Quelle: gerdvoss.de
Temperatur: 18-26°
Härte: gH 6-8 / kH 5-7
pH-Wert: 8
Quelle: cpo-farm.de

Wenn man sich nun diese gesonderten Meinungen einmal unterm Strich anschaut bekommt man in der Theorie folgende Werte:

Temperatur: 17-25°
Härte: gH 7-18 / kH 7-10
pH-Wert: 7-9

Ich persönlich kann natürlich auch nur, wie jeder andere Züchter, meine Werte aus der Erfahrung heraus empfehlen. Allerdings sollte einem auch bewusst
sein, dass es hier keine allgemeingültige Lösung gibt. So lange die Wasserwerte in den oben genannten Bereichen liegen kann jeder seine eigene Erfahrungen
machen und eigene Erfolge erzielen.






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Ewig hält der Streit um die Beckengröße. Von der “Schwierigkeit” der kleineren Becken mal ganz abgesehen gibt es hier leider wieder nur
sehr viele Meinungen aber keinen Masterplan. Viele empfehlen eine Mindestgröße von 54L für ein Päärchen, andere 30L. Wiederum andere halten in ihrem 54L Becken 6 Exemplare,
würden aber sofort davon abraten ein Pärchen in ein 30L Becken zu setzen. Hier würde ich als aller erstes bei den Möglichkeiten vor Ort anfangen. Hat
man den Platz kann es gerne ein 54L Becken oder größer sein, die Krebse wird das bestimmt nicht stören. Gibt es allerdings Beschränkungen tut es auch ein
30L Becken, so lange hier strickt auf die Population geachtet wird. Ich nutze 30L Becken zum Entlassen und zur Aufzucht der Jungtiere und kann hier bei temporärer
Haltung keine Probleme feststellen. Je nach Größe und Alter der Jungtiere sollten diese natürlich möglichst bald umziehen.

Immer wieder empfohlen werden Laub und viele Versteckmöglichkeiten – dem kann ich nur zustimmen. Orange Zwergflusskrebse und Krebse allgemein verstecken sich gerne und suchen
Schutz in Höhlen und das nicht nur während der Häutung oder nach der Paarung. Die Bepflanzung kann ganz dem eigenen Geschmack entsprechen und sich
ein wenig an der Garnelenhaltung orientieren, da CPOs Pflanzen nicht anrühren. Viele Moose, hohe Pflanzen zum Verstecken, usw. Da der Bodengrund den Krebsen relativ egal ist und diese auch nicht wühlen/graben kann auch hier
ganz nach den eigenen Vorlieben eingerichtet werden. Ich persönlich verwende Dennerle Kies in schwarz – dieser ist im Wasser neutral und bringt die Farben der Krebse
gut zur Geltung.

Wichtig sind viele Versteckmöglichkeiten. Es sollten mindestens 54L für ein Pärchen zur Verfügung stehen. Die Art der Bepflanzung und der Bodengrund
spielen eine untergeordnete Rolle. CPOs gehen nicht an Pflanzen und wühlen/graben nicht im Boden.

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Das Filtersystem sollte sich an der Größe des Beckens und der Vorliebe des Halters orientieren.
Den CPOs ist die Filterung relativ egal und auch in der Praxis sind hier schlecht Vor- oder Nachteile
diverser Systeme zu erkennen. Mögliche Filterungen für CPO Becken wären Außenfilter, Schwammfilter,
HMF, Rucksackfilter, Bodenfilter, uvm.
Mein Zuchtbecken wird mit einem Schwammfilter betrieben da hier die CPOs, wie auch Garnelen,
gerne den Schwamm als Futterstelle nutzen.

Die Filterung im CPO Becken ist dem Tier in erster Linie egal. Sie sollte sich an der
Beckengröße orientieren.

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An Futter ist dem Krebs vieles recht. Direkt gefüttert wird mit gewöhnlichem Garnelen-/
Krebsfutter, Futtertabletten oder Flockenfutter. Die Krebse weiden auch gerne den Grund
und die Pflanzen nach eßbarem ab. Ab und zu sollte auch eweißhaltig gefüttert werden,
da die Tiere keine reinen Pflanzenfresser sind. Zu empfehlen wäre hier Frostfutter, wie z.B.
Daphnien oder weisse Mückenlarven. (Ich persönlich füttere eweißhaltige Nahrung nicht gesondert zu und würde dies auch eher vernachlässigen,
da sich die Krebse bei mir mit Freude um die Blasenschnecken kümmern.) Bei der Fütterung gilt wie immer der Grundsatz: “weniger
ist mehr”. Gerne nehmen die Krebse auch Gemüse an, welches in der Küche abfällt. CPOs sollten immer auf “Diät” gehalten werden – ich z.B. füttere
alle zwei Tage ein Pellet pro Tier (falls gerade kein anderes Futter verwendet wird), meist auch etwas weniger. Im Normalfall kann man
bei der Fütterung sehr gut erkennen ob sich die Tiere auf das Futter stürzen oder es erst einmal links liegen lassen, bzw. nur kurz annagen. So bekommt
man ein ziemlich gutes Gefühl dafür wie oft und wieviel man die Tiere füttern sollte.

Egal ob Garnelenfutter, Futtertabletten oder Flockenfutter, die Krebse fressen so ziemlich alles.
Ab und zu die Zugabe von tierischem Eiweißen wird allgemein empfohlen und immer sparsam mit der Häufigkeit
und der Menge sein.

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Das Thema Wasserwechsel ist grundsätzlich sehr umstritten, nicht nur bei der Haltung von
Zwergflusskrebsen. Manche Schreiben CPOs lieben klares Wasser, andere sagen die Tiere “wühlen
gerne mal im Dreck”. Die Meinungen gehen leider sehr auseinander und hier eine klare Aussage
zu treffen ist quasi unmöglich. Es gibt Halter und Züchter die wöchentlich 20-30% wechseln, alle
2 Wochen 30-50% und so weiter. Meiner Erfahrung nach gedeihen die Tiere sehr gut, wenn die äußeren
Einflüsse so gering wie möglich ausfallen. Daher nehme ich den WW nur alle 2 Wochen mit 20-30% vor.
Natürlich sollte man immer auf seine Wasserqualität und deren Werte achten, ist dies aber nicht das
Thema würde ich von zu häufigem WW absehen.

Hier ist keine klare Aussage möglich, gefestigte Meinungen sind wöchentlich 20% oder alle 2 Wochen 30% Wasserwechsel.

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Zwergflusskrebse können grundsätzlich bei Zimmertemperatur gehalten werden. Einen Heizer einzusetzen ist
normalerweise nicht nötig, außer vielleicht die Temperaturen fallen im Winter unter die 10-15°. Diverse
Züchter nutzen Heizer um die Temperatur auf 25° zu halten, da so die Vermehrungsfreudigkeit der Tiere angeregt
werden soll.

Sollten die Temperaturen im Sommer über die 25-27° steigen ist eine Kühlung der Becken nötig. Hier empfiehlt es sich
Kühlpacks ins Becken zu hängen oder Lüfter schräg auf die Wasseroberfläche pusten zu lassen. Außerdem sollte man
an besonders heißen Tagen die Abdeckung entfernen und das Licht aus lassen, bzw. die Beleuchtungszeiten minimieren.

Heizen ist bei Haltung mit Zimmertemperatur nicht nötig. Ab etwa 25° sollte gekühlt werden.

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Bei Tieren die neu in die Anlage kommen sollte man sich natürlich zunächst Gedanken über Quarantäne oder ähnliches machen. Diese Überlegungen möchte
ich allerdings hier außer Acht lassen und kurz auf die Eingewöhnung im eigentlichen Sinne eingehen. Die empfohlenen Eingewöhnungszeiten gehen von einer
bis mehreren Stunden und können entweder über einen Schlauch mit Ventil tröpfchenweise geschehen, oder mit einem Schnappsglas alle 10-15 Minuten. Wichtiger
Leitfaden ist wohl, dass bevor die Übergabe ins Becken geschieht etwa doppelt so viel Wasser im Transportbehälter sein soll, wie vor der Zugabe. Außerdem
sei gesagt, dass Orange Zwergflusskrebse nicht unbedingt die empfindlichsten Tiere sind was den Wechsel angeht. Wenn ich bei Garnelen mehrere Stunden für sinnvoll halte bekommen meine
neuen CPOs immer ziemlich genau eine Stunde Eingewöhnung tröpfchenweise, bisher ohne Verluste.

Ob man die Eingewöhnung nun per Tropfen- oder Schnappsglasmethode durchführt spielt in erster Linie keine Rolle. Man sollte den Tieren mindestens
eine Stunde Zeit lassen und das Wasser im Transportbehälter muss sich verdoppeln. Man kann aber auch gerne auf Nummer sicher gehen und die Prozedur über
2-4 Stunden herauszögern.

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Die Vergesellschaftung von Orangen Zwergflusskrebsen mit anderen Arten ist immer ein heikles Thema. Natürlich sei
zu Anfang gesagt, dass die Vergesellschaftung mit anderen Krebsen zu vermeiden ist. Hier werden
meist Kämpfe ausgetragen bis eine Art vollkommen unterdrückt oder gänzlich verschwunden ist.

Da der CPO agressiv gegen über anderen Arten sein kann würde ich ein Artenbecken empfehlen. Falls man
allerdings nicht die Möglichkeit hat ein Artenbecken einzurichten
hier kurz die gängigsten Erfahrungswerte:

Fische werden von CPOs angezwackt falls diese nah am Boden schlafen
oder schwach/krank sind. Die Größe spielt hier nich unbedingt eine Rolle, ich habe schon 3 CPOs gesehen
die einen Fisch aßen der 3 mal so groß war wie sie. Oft wird bei Fischen nach und nach mit den Scheren
schaden zugefügt bis diese schwach genug sind um von den CPOs gefressen zu werden.

Garnelen können auch zu Krebsfutter werden, besonders Jungtiere. Ausgewachsene Garnelen werden meist
nur attackiert falls diese schwach oder krank sind. Garnelen können bei einer Vergesellschaftung mit CPOs, je
nach Beckengröße, ein etwas zurückgezogenes Verhalten zeigen. Ich persönlich halte CPOs mit Sakuras und dies bis heute ohne
ersichtliche Ausfälle – ich würde allerdings auch nicht unbedingt Champions in das CPO Becken setzen.

Schnecken werden von den Krebsen gerne mal als Snack angesehen, falls ihnen diese über den Weg
laufen. Normalerweise werden diese in Ruhe gelassen, es könnte aber bei einem Mischbecken passieren
,dass ab und zu mal die ein oder andere Schnecke “verschwindet”.

Theoretisch hat man die Möglichkeit den Krebsen genügend tierisches Eiweiß in Form von Frostfutter
oder ähnlichem zur Verfügung zu stellen – hierdurch besteht die Chance, dass die CPOs von anderen
Tieren ablassen. Grundsätzlich haben Orange Zwergflusskrebse keinen Jagdtrieb oder ähnliches, sie sind nur in der Lage ihren Eweißhaushalt
auszugleichen falls dies erforderlich ist.

Krebse mit anderen Tieren zu Vergesellschaften stellt immer ein gewisses Risiko dar, ein Artenbecken wäre daher zu empfehlen. Nichts destotrotz habe ich persönlich gute Erfahrungen mit Guppys, Garnelen und CPOs in einem Becken gemacht.

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Die Tiere werden mit ca. 3-4 Monaten geschlechtsreif (~1,5-2cm). Die Männchen sind durch
ihre Begattungsgriffel, den so genannten Gonopoden, am Unterleib zu erkennen (Bild links) – bei Weibchen fehlen
diese. Weibchen werden außerdem bis zu 1cm größer als Männchen und sehen meist auch etwas
bulliger an den Scheren und im Körperbau aus. Sie sind zusätzlich an den Eiausgängen am dritten
Schreitbeinpaar zu erkennen (Bild rechts).

CPO Männchen Geschlecht
Männchen mit deutlich erkennbaren Gonopoden.
CPO Weibchen Geschlecht
Weibchen mit Eiausgängen.

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Die Paarung findet meist kurz nach der Häutung des Weibchens statt. Das Männchen dreht das Weibchen
gewaltsam auf den Rücken oder auf die Seite und legt ein Spermapaket an dessen Unterleib ab. Die Paarung
sieht für Menschen meist sehr grob aus und es kann hierbei auch zum Abtrennen von Gliedmaßen beim
Weibchen kommen. Dieser Akt kann von wenigen Minuten bis zu mehrere Stunden andauern und sich öfters kurz nacheinander wiederholen.
Nach geglückter Paarung zieht sich das Weibchen meist zurück und bringt die Eier an Ihrem Unterleib an,
wo sie später vom Spermapaket des Männchens befruchtet werden.






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Die Tragzeit eines CPO Weibchens liegt zwischen 3 und 5 Wochen. Besonders gegen Ende sind die Weibchen
meist sehr zurückgezogen und es kann passieren, dass man sie nicht mehr zu Gesicht bekommt bis die
Jungen schlüpfen. Unbefruchtete Eier (meist gelblich, befruchtete Eier sind dunkel bis schwarz) werden während der Tragzeit aussortiert um das Gelege nicht
zu verpilzen. Ein Gelege liegt für gewöhnlich bei zwischen 25 und 50 Eiern, Weibchen können in Ihrem
Leben bis zu 4 mal Jungtiere austragen.

Bei Weibchen die während der Tragzeit sterben ist es schon gelungen die Eier trotzdem zum Schlupf zu bringen. Sobald man den Tod
einer tragenden Dame bemerkt sollte man die Eier vorsichtig vom Muttertier trennen und diese unter dauerhafter Sauerstoffzufuhr lagern.
Bewährt hat sich der Einsatz einer Breeding Box, bei dem die Eier in einem Netz unter dem Einlauf befestigt werden und so ein ständige
Bewegung herrscht. Verpilzte Eier müssen bei Entdecken natürlich sofort per Hand entfernt werden.

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Die Aufzucht der Jungtiere kann mit genügend Versteckmöglichkeiten und dem richtigen Besatz im Elternbecken erfolgen. Viele Züchter
setzen die Muttertiere während der Tragzeit um, um den Jungtieren einen stressfreien Start ins Leben zu
gewährleisten, denn schon häufig gab es Berichte darüber, dass die Elterntiere ihren Jungen nachstellen. Orange Zwergflusskrebs Weibchen
hält ein paar Tage nach dem Entlassen ein Hormon davon ab ihren Jungen nachzustellen, daher sollte man das Weibchen
zurücksetzen sobald alle Jungen geschlüpft sind. In einem gut eingelaufenen Becken mit einer gewissen Größe benötigen
die Jungen nicht unbedingt extra Nahrung. Sie ernähren sich von dem was auf den Pflanzen zu finden ist und was von den
anderen Bewohnern übrig bleibt. Falls man doch füttert hat sich Aufzuchtfutter für Jungkrebse und sich zersetzendes Laub
bewährt. Gerade bei Jungtieren werden Temperaturen um die 25° empfohlen, da so der Stoffwechsel angeregt wird und die Tiere
sich öfters häuten, was gerade für das Wachstum zu Beginn des Lebens wichtig ist. Ich persönlich ziehe die Jungen in ~30L Becken
mit Laub und ab und zu zerriebenem Adultfutter bei Zimmertemperatur groß.

Aufzucht ohne Fressfeinde und mit genügend Versteckmöglichkeiten im Elternbecken. Separate Becken erhöhen meist die Anzahl der durchkommenden Jungtiere. Laub und
zerriebenes Adultfutter, bzw. Aufzuchtfutter füttern.

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